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AfD-Kandidat Henkel will doch nicht Landtagsvize werden

München (dpa/lby) – Der umstrittene und vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtete AfD-Landtagsabgeordnete Uli Henkel hat seine Kandidatur für den Posten eines Landtagsvizepräsidenten zurückgezogen. «Ich habe meine Fraktion gebeten, mich heute nicht zu nominieren, damit die konstituierende Sitzung ohne einen Eklat stattfinden kann», teilte er am Montag in einer persönlichen Erklärung mit. Er agiere damit nicht aus «Feigheit vor dem Gegner», «sondern aus Achtung und Respekt vor der Würde des Hohen Hauses und den Aufgaben eines Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags». Ob jemand anderen und wen die AfD stattdessen nominiert, war zunächst offen.

«Dass nun sogar der Verfassungsschutz gegen mich ermittelt, ist eine absolute Ungeheuerlichkeit, die ich niemals für möglich gehalten hätte», betonte Henkel. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass Henkel und die beiden anderen AfD-Abgeordneten Ralf-Dieter Stadler und Andreas Winhart vom Verfassungsschutz beobachtet werden. «Hier wird eine Behörde instrumentalisiert, um mich zu diskreditieren», sagte Henkel.