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Ärger um verkaufsoffenen Sonntag: ver.di will Urteile umgesetzt sehen

Wenn am kommenden Sonntag in Marktredwitz der Jahrmarkt steigt, müssen einige Händler ihre Türen geschlossen halten. Zum verkaufsoffenen Sonntag musste der Stadtrat eine Vorgabe der Gewerkschaft ver.di umsetzen und die zunächst geplante Öffnungszone von Geschäften im Umkreis enger fassen. ver.di beruft sich dabei auf Urteile des Bundesverwaltungsgerichts von 2015. Gewerkschaftssekretär Paul Lehmann:

Die Urteile besagen unter anderem, dass an Sonntagen Veranstaltungen, wie der Jahrmarkt Vorrang vor dem Handel haben müssen. Die Umsatzinteresen der Händler dürfen nicht über den Sonntagsschutz stehen.

Der Stadtmarketingverein MAKnetisch zeigt hierfür kein Verständnis. Hier sei die Politik nun gefordert, ein eigenes Landes-Ladenschlussgesetz für Bayern zu verankern. Das sollte eindeutige Öffnungsregeln für verkaufsoffene Sonntage beinhalten.