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Adidas kann Corona-Einbußen ausgleichen

Herzogenaurach (dpa) – Dank eines strikten Sparkurses und erheblicher Steigerungen beim Online-Handel ist der Sportartikelhersteller Adidas wieder stabil in der Gewinnzone. Trotz erheblicher Verluste im ersten Halbjahr stand nach neun Monaten unter dem Strich ein Gewinn aus fortgeführten Geschäften von 291 Millionen Euro. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres hatte Adidas 1,737 Milliarden Euro verdient.

Im dritten Quartal habe es dank eines strikten Sparkurses etwa bei Marketingausgaben, vorsichtigerer Vorratshaltung und guter Online-Erlöse eine deutliche Erholung gegeben, teilte Adidas am Dienstag in Herzogenaurach mit. Umsatz und Gewinn lägen fast wieder auf Vorjahresniveau. Unterm Strich blieben Adidas 578 Millionen Euro.

Trotz der Erholung im Herbst hat die Corona-Pandemie Adidas schwer zu schaffen gemacht. Der Umsatz sei in den ersten neun Monaten auf währungsbereinigter Basis um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 14,297 Milliarden Euro zurückgegangen.

Adidas hatte als einer der ersten großen deutschen Konzerne unter der Corona-Pandemie zu leiden gehabt, weil der wichtige Markt in China fast vollständig weggebrochen war. Zeitweise waren alle Adidas-Läden in China und die meisten in Amerika und Europa zu. Der Anstieg der Online-Verkäufe um 51 Prozent konnte dies nicht vollständig wettmachen, zumal neben dem Spitzensport auch große Teile des Breitensports zeitweise brachlagen.