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Abschiebegefängnis: Adelt befürchtet Mehrarbeit für Hofer Polizei

Im Herbst soll die neue Abschiebehaftanstalt in Hof ihren Betrieb aufnehmen. Politiker und auch Polizisten in Oberfranken befürchten enorme Mehrarbeit für die Hofer Polizeibeamten. Damit die abgelehnten Asylbewerber zum Gericht, zum Arzt oder zum Flughafen kommen, bräuchte es 20 Beamte mehr. Der Hofer SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt hat jetzt beim Innenministerium nachgefragt, wie viel Zeit die Beamten in Eichstätt für derartige Einsätze in einer vergleichbaren Einrichtung aufwenden müssen.

Vor drei Jahren waren es fast 20.000 Arbeitsstunden, 2019 dann rund 14.000. Wegen Corona sind letztes Jahr viele Abschiebungen und Transporte weggefallen, dementsprechend weniger Stunden waren es auch. Für Klaus Adelt bedeutet das vor allem eins: Deutlich mehr Arbeit für die Hofer Polizei. In Eichstätt gebe es nämlich rund 50 Plätze weniger als in der Abschiebehaftanstalt in Hof. Er fordert eine gesonderte Zuweisung von Polizeibeamten an das Polizeipräsidium Oberfranken. Das Innenministerium hat sich wie folgt geäußert: Das Polizeipräsidium Oberfranken solle mit den schon in den letzten zweieinhalb Jahren erfolgten Mehr-Zuteilungen von 66 Beamtinnen und Beamten und den in den nächsten Jahren noch folgenden Zuteilungen keine Probleme haben.