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5 vor 12: Protest vor Hofer Sana Klinikum

Sich um Patienten kümmern, Spritzen und Medikamente geben, wenn Zeit bleibt, Trost spenden – all das sind die Aufgaben von Ärzten und Pflegekräften in Krankenhäusern. Aber auch das Drumherum gehört dazu: Wäsche waschen, Bring- und Abholdienste, Wachdienst an der Pforte. Doch dieses Servicepersonal will die private Krankenhausgruppe Sana bis zum Jahresende loswerden. Die zuständige Tochtergesellschaft sei nicht mehr zukunftsfähig heißt es. In Hof sind davon 37 Beschäftigte betroffen, in Pegnitz zehn.

Die Gewerkschaft verdi ruft die Beschäftigten des Sana Klinikums in Hof morgen (DI) zur Protestaktion auf. Um fünf vor 12 soll es vor dem Haupteingang eine aktive Mittagspause geben. Sie richtet sich gegen die Massenentlassungen bei der Sana-Service Tochter DGS. Es geht dabei aber auch um den Pflegenotstand an sich und um die erschwerte Situation durch die Corona-Pandemie. Vor dem 16. Juni – da steht die nächste Konferenz der Gesundheitsminister der Länder an – will verdi zusammen mit den Beschäftigten ein Zeichen setzen. Das Gesundheitswesen dürfe nicht weiter kommerzialisiert werden, schreibt die Gewerkschaft.