© Peter Kneffel

18-köpfiger Ethikrat berät ab sofort Bayerns Staatsregierung

München (dpa/lby) – Ein neu gegründeter Ethikrat soll in Zukunft die bayerische Staatsregierung bei entscheidenden Zukunftsfragen beraten. Das am Donnerstag vom Kabinett beschlossene Gremium ist besetzt mit neun Frauen und neun Männern «die mit Bayern besonders verbunden sind» aus den Bereichen Theologie, Naturwissenschaft, Philosophie, Soziologie und Ökonomie. «Das ist ein spannendes Gremium, welches uns gute Anregungen für die politische Diskussion und grundsätzliche Fragen liefern kann», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Donnerstag in München. Es sei vorgesehen, dass sich der Ethikrat vier Mal pro Jahr treffe, da das Gremium aber vollkommen unabhängig sei, «können sie so oft tagen, wie sie möchten».

Vorsitzende des Rates ist die frühere Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Thematisch gehe es um ethische Fragen zu den Folgen der Coronakrise ebenso wie das immer schneller werdende Tempo der Veränderungen in der Gesellschaft durch die Digitalisierung und den globalen Wettbewerb. Auch Fragen zur Künstlichen Intelligenz, Ökonomie, Wirtschaftsethik, Ökologie und Nachhaltigkeit sollen zur Sprache kommen. Der Rat arbeitet ehrenamtlich, nur der oder die Vorsitzende erhält eine monatliche Entschädigung von 1000 Euro.