Flüchtlinge warten in einer Aufnahmestelle auf die Essensausgabe: Die meisten neuen Asylbewerber kamen im vergangenen Jahr aus Syrien., © Stefan Puchner/dpa

120.000 Geflüchtete in Sachsen: Freistaat stellt Forderungen an den Bund

Nicht nur Geflüchtete aus der Ukraine suchen in Deutschland Zuflucht. In Sachsen leben aktuell rund 120.000 Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Ein Teil davon auch im Vogtlandkreis. Im Freistaat hat nun ein Spitzengespräch zur Flüchtlingslage stattgefunden. In diesem Zusammenhang haben die Teilnehmenden eine Erklärung verabschiedet.
Der Freistaat Sachsen bekennt sich dazu, Geflüchtete weiterhin integrieren zu wollen. Dabei geht es auch um die Eingliederung in den Arbeitsmarkt oder die Betreuung in Schulen und Kitas. Im Gegenzug enthält die Erklärung Forderungen an den Bund. Die Regierung müsse Länder und Kommunen weiterhin finanziell unterstützen und ihnen außerdem bei der Suche nach Immobilienobjekten für die Unterbringung helfen. Für Fach- und Arbeitskräfte müssten die Visa schneller erteilt werden, und es bräuchte Qualifizierungsmaßnahmen für den deutschen Arbeitsmarkt. Der Freistaat Sachsen erwartet zudem, dass Asylverfahren rechtssicher und zügig durchgeführt werden. Die Geflüchteten müssten innerhalb der EU gerecht verteilt werden. Asylsuchende, die nicht bleiben dürfen, müssten dagegen das Land verlassen. Das diene der Akzeptanz in der Bevölkerung, heißt es in der Erklärung.