Vanessa-Prozess: Bald keine Schwimmbadausflüge mehr?

Kein Grundsatzurteil – so hatte die Richterin am Kulmbacher Amtsgericht das Urteil im Vanessa-Prozess bezeichnet. Dennoch könnte die Verurteilung der ehemaligen Schwimmgruppenbetreuerin weitreichende Folgen für Schwimmgruppen in der Region haben, wie die Frankenpost berichtet.

Demnach hätte der Kreisjugendring in Kulmbach sofort nach dem Urteil eine Konferenz einberufen. Die Mitglieder stimmen darin überein: Für Ehremamtliche Betreuer könnte die Verantwortung bei Schwimmbadausflügen künftig zu groß sein. Man müsse ernsthaft überlegen, ob solche Ausflüge noch stattfinden könnten. Das gilt auch für andere Vereine. Laut der Kulmbacher Richterin Sieglinde Tettmann, hätte die Betreuerin von Vanessa die Schwimmfähigkeiten aller Kinder erst überprüfen müssen.

Die 8-jährige Vanessa war 2014 im Himmelkroner Freibad ertrunken. Diese Woche hatte die Richterin ihre Schwimmgruppenbetreuerin wegen fahrlässiger Tötung verurteilt – eine Strafe gibt es aber nicht, lediglich eine Verwarnung.