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Tenor Jonas Kaufmann will stärker auf «innere Stimme» hören

Berlin (dpa/lby) – Opernsänger Jonas Kaufmann (48) will in Zukunft stärker auf seine «innere Stimme» hören. Nach einer Pause wegen angegriffener Stimmbänder sei er vorsichtiger geworden, sagte der Tenor und Bayerische Kammersänger der Deutschen Presse-Agentur. Er müsse aufpassen und spüren, wie viel für ihn möglich und wie viel schädlich sei. Eine Schonhaltung habe er sich jedoch nicht auferlegt, seine Stimme sei klarer und stärker denn je.

Bei Anzeichen von Problemen sage er nun im Zweifelsfall auch mal Nein zu einem Engagement. Der Druck auf einen Künstler, nicht krank werden zu dürfen, könne allerdings immens sein. «Es ist eine für beide Seiten höchst unangenehme Situation, wenn der Veranstalter sagt: «Oh Gott, das ist das wichtigste Ereignis des Jahres, Sie dürfen nicht absagen, alle Fans warten auf Sie.»»

Kaufmann ist in München aufgewachsen und hat dort auch Gesang an der Hochschule für Musik studiert. Gerade hat er mit einer CD mit französischen Opernarien sein erstes Album nach seiner Rückkehr auf die Bühne herausgebracht («L’Opéra»/Sony Classical). Am 29. Oktober wird Kaufmann in Hamburg mit einem Echo-Klassik geehrt. An der Bayerischen Staatsoper in München ist der Tenor unter anderem in Umberto Giordanos Oper «Andrea Chénier» zu hören.