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Staatsforsten ziehen stabile Bilanz

München (dpa) – Trotz vermehrter Probleme mit Borkenkäfern konnten die Bayerischen Staatsforsten im Geschäftsjahr 2017 ihren Umsatz auf dem hohen Niveau der Vorjahre halten. Heute will Forstminister Helmut Brunner (CSU) in München den aktuellen Geschäftsbericht vorstellen. Dem Vernehmen nach dürfte sich der Umsatz nicht verschlechtert haben. Vor einem Jahr hatte der Umsatz bei 402 Millionen Euro gelegen (2015: 404 Millionen Euro), der Gewinn lag bei 71 Millionen Euro (2015: 65,5 Millionen Euro).

Neben den Schäden durch Borkenkäfer sorgt auch die anhaltende Niedrigzinsphase für Probleme bei den Staatsforsten, da erhöhte Rückstellungen für Pensionen und Beihilfen erforderlich sind. Dem gegenüber stehen weiter stabile Preise für Holz.

Offen ist noch, wie sich die Folgen des Sturms «Kolle» im August auf die Bilanz auswirken. Da das Geschäftsjahr traditionell am 30. Juni endet, werden die Effekte erst in der Bilanz für das kommende Jahr ablesbar sein. Nach dem Unwetter hatten die Staatsforsten bis November einen Einschlagstopp für Nadelhölzer ausgegeben, dadurch soll ein Preisverfall auf dem Holzmarkt verhindert werden.

Die Bayerischen Staatsforsten bewirtschaften mit rund 2700 Beschäftigten den gesamten bayerischen Staatswald, insgesamt 808 000 Hektar. Hier wachsen jedes Jahr rund 6,1 Millionen Kubikmeter Holz.