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«Nuxit»-Gegner haben ausreichend Unterschriften gesammelt

Neu-Ulm (dpa) – Die Initiative gegen einen Kreisaustritt Neu-Ulms hat nach eigenen Angaben ausreichend Unterschriften für einen Bürgerentscheid gesammelt. Es seien inzwischen etwa 2800 Unterschriften zusammengekommen, fast 200 mehr als nötig, sagte Sprecher Klaus Rederer am Dienstag. Am 19. April sollen die Unterschriftenlisten an die Stadt übergeben werden. Bis dahin will die Initiative weitere Unterstützer für das Bürgerbegehren gewinnen.

Vor etwa drei Wochen hatte der Neu-Ulmer Stadtrat beschlossen, bei der Staatsregierung offiziell den Austritt aus dem Landkreis Neu-Ulm zu beantragen. Seit der Gebietsreform 1972 hat es solch einen Schritt einer Stadt in Bayern nicht gegeben. Neu-Ulm hat die gesetzliche Grenze von 50 000 Einwohnern längst überschritten und somit die Möglichkeit, kreisfrei zu werden. Die Stadt Neu-Ulm will dadurch zusätzliche Rechte und Kompetenzen erhalten.

Die Vertreter der Initiative sehen keinen Grund dafür. «Zwischen Stadt und Landkreis ist ein enges gut funktionierendes Beziehungsgeflecht entstanden, das auch in Zukunft bestehen bleiben und sich weiter positiv entwickeln soll», sagen sie. Wegen des Neu-Ulmer Autokennzeichens «NU» wird der angestrebte Kreisaustritt in Anspielung auf den Brexit auch als «Nuxit» bezeichnet.