Mordfall Heike Wunderlich: Prozess geht im Juli in die Revision

Ein 62-jähriger Mann aus Gera soll für den Tod von Heike Wunderlich aus Plauen vor fast genau 31 Jahren verantwortlich sein – im August hatte ihn das Landgericht Zwickau zu lebenslanger Haft verurteilt. Jetzt wird der Mordfall neu aufgerollt.
Sein Verteidiger hatte, wie berichtet, Revision eingelegt. Und die soll nun der Bundesgerichtshof in Leipzig verhandeln, heißt es bei der Deutschen Presseagentur. Am 4. Juli startet die Verhandlung. Die Verteidigung kämpft für einen Freispruch – der Frührentner aus Gera könne sich nach einem Schlaganfall nicht mehr angemessen verteidigen, so die Begründung. Das Landgericht Zwickau war im August anderer Überzeugung: Der Angeklagte soll die damals 18-jährige Heike Wunderlich brutal vergewaltigt und anschließend erdrosselt haben. Man ging sogar von der besonderen Schwere der Schuld aus.