Mammutprozess geht zu Ende: Urteilsverkündung im Fall Heike Wunderlich

30 Jahre ist es jetzt her, dass die damals 18-jährige Heike Wunderlich in einem Wald bei Plauen vergewaltigt und erdrosselt worden ist. Heute könnte der Mord endlich gesühnt werden.
Nach gut neun Monaten Prozess fällt heute vor dem Zwickauer Landgericht das Urteil. Die Plädoyers könnten dabei unterschiedlicher nicht sein: Die Verteidigung des mutmaßlichen Mörders Helmut S. zweifelt an den Beweisen und verweist auf seine nach einem Schlaganfall fehlende Erinnerung. Staatsanwaltschaft und Nebenklage halten das für Schauspielerei und fordern lebenslänglich mit besonderer Schwere der Schuld. Das Urteil wird um 11 Uhr verkündet – dabei wird DDR-Recht angewandt, weil das eine mildere Strafe vorsieht.