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Jahn-Mitglieder: Ende der Zusammenarbeit mit Investor

Regensburg (dpa/lby) – Der Fußball-Zweitligist SSV Jahn Regensburg hat sich bei seiner Mitgliederversammlung deutlich für ein Ende der Zusammenarbeit mit Investor Philipp Schober ausgesprochen. Am Montagabend wurde ein entsprechender Antrag einstimmig verabschiedet. Zudem wurde ein Antrag angenommen, wonach der Vereinsvorstand der Oberpfälzer künftig keine Kooperation mit Geldgebern mehr eingehen darf, die dem Jahn in seinem Ansehen potenziell schaden könnten.

Der Verein versucht seit einigen Wochen, den Münchner Geschäftsmann und dessen Firma Global Sports Invest AG loszuwerden. Schober hatte im Juni 90 Prozent der Anteile an SSV Jahn Regensburg GmbH & Co. KGaA, in welche auch der Profispielbetrieb ausgelagert ist, von einer Immobilienfirma erworben. Dieser Deal soll nach Wunsch des Jahn rückgängig gemacht werden, damit die Aktien an den Stammverein gehen. Schober teilte am Montag mit, dem Plan nicht zugestimmt zu haben.

Der Jahn-Vorstandsvorsitzende Hans Rothammer griff Schober bei der Mitgliederversammlung heftig an und bezeichnete ihn als «Spekulanten». Schober war durch seine undurchsichtige Vergangenheit in Regensburg in Misskredit geraten. «Wir sind keine Übungsfirma für anderweitig gescheiterte Existenzen», unterstrich Rothammer und fügte hinzu: «Der Jahn braucht euch nicht, der Jahn will euch nicht.»