Jäger-Prozess: Verteidigung plädiert weiter auf Freispruch

Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenklage haben heute im sogenannten Jäger-Prozess vor dem Hofer Landgericht ihre Plädoyers gesprochen. Jetzt fehlt nur noch das Urteil der Richterin – das soll am Montag fallen. Die Staatsanwaltschaft hat derweil die Berufung verworfen. Sie kommt nach Abschluss der Beweisaufnahme zu dem Schluss, dass das Urteil des Wunsiedler Amtsgerichts aus dem Jahr 2015 in ordnung ist. Der Jäger Wernfried P. war damals zu 2 Jahren auf Bewährung verurteilt worden, nachdem er einen jungen Mann 2012 in einem Maisfeld bei Schönwald erschossen hatte. Nach eigener Aussage hatte er ihn mit einem Wildschwein verwechselt. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch. Niemand könne damit rechnen, dass sich Nachts ein Mensch in einem Feld aufhalte. Anders plädiert der Vertreter der Mutter des Opfers. Er vermutet eine vorsätzliche Tötungsabsicht und will ein Schwurgericht einberufen. Das letzte Wort in dem prozess hat dann am Montag die Richterin.

 

 

(Foto: Symbolbild)