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Immobilienumsätze steigen auf neuen Rekordwert

München (dpa/lby) – Angesichts steigender Preise und vieler Nebauten steigen die Immobilienumsätze in Bayern auf immer neue Rekordwerte. Im ersten Halbjahr wechselten nach Schätzung des Immobilienverbands Süd Häuser und sonstige Gebäude für 26,1 Milliarden Euro den Besitzer – acht Prozent mehr als von Januar bis Ende Juni 2016. Damit setzte sich der seit 2009 andauernde kontinuierliche Anstieg fort.

Basis der Schätzung sind die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer. Denn da die Höhe der Steuer sich nach dem Verkaufspreis richtet, lässt sich aus dem Steueraufkommen ableiten, wie viel Geld mit dem Verkauf von Immobilien umgesetzt wurde. Im Bundesdurchschnitt stiegen die Immobilienumsätze dagegen mit einem Plus von 5,7 Prozent weniger schnell.  

Das Ende der Fahnenstange ist nach Schätzung des Immobilienverbands in Bayern noch nicht erreicht: Wegen der steigenden Einwohner- und Haushaltszahlen sowie vieler Umzüge sei mit einem weiteren Anstieg des Wohnraumbedarfs zu rechnen, sagte IVD-Marktforscher Stephan Kippes. «Um die hohe Differenz zwischen Angebot und Nachfrage von Wohnimmobilien abzubauen, bedarf es insbesondere in den begehrten bayerischen Groß- und Mittelstädten deutlich mehr Neubautätigkeit.»