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«Grundwasserschutz-Brot» für Nachhaltigkeitspreis nominiert

Würzburg (dpa/lby) – Mit dem Kauf von einem bestimmten Brot können Unterfranken das Grundwasser in ihrer Region schützen. Hintergrund ist das Projekt «Grundwasserschutz-Brot» der Regierung von Unterfranken. Diese hat Landwirte, Wasserversorger, Bäcker und Müller ins Boot geholt, um die Nitratbelastung der Böden zu verringern.

In der Praxis sieht das so aus: Der Landwirt düngt sein Getreide weniger als üblich. Das Getreide hat deshalb weniger Eiweiß als üblich. Deshalb bekommt er weniger Geld vom Müller. Dafür bekommt er aber Ausgleichszahlungen vom regionalen Wasserversorger, der wiederum besseres Grundwasser zur Verfügung hat. Und der Bäcker macht am Ende aus dem Mehl, das aufgrund des geringeren Proteingehaltes anders verarbeitet werden muss, das Grundwasserschutz-Brot.

Das Projekt hat in den vergangenen Monaten an Fahrt aufgenommen und weitet sich auf ganz Franken aus: «Mittlerweile beteiligen sich bereits 12 Landwirte, 13 Bäcker und vier Wasserversorger», sagte Projektleiter Christian Guschke. Zudem gebe es bereits Anfragen von größeren Bäckereien.

Das seit 2014 existierende Vorzeigeprojekt ist nun für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis vorgeschlagen worden, der am 8. Dezember in Düsseldorf vergeben wird. Im Rennen um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis im Bereich Forschung sind zudem zwei weitere Wasser-Projekte.