Für gute Arbeitsbedingungen: NGG fordert schärfere Tarifverträge und ein besseres Arbeitszeitgesetz

Wer im Gastrogewerbe arbeitet, der braucht viel Energie – denn die Arbeitstage können lang werden. Und dann kommt noch Dienst am Wochenende hinzu: Rund 27.000 Menschen in der Region Oberfranken-Ost stehen schon jetzt an Sonntagen im Betrieb. Eine Forderung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes könnte dieses Arbeitsstunden-Konto noch mehr belasten. Denn die Dehoga möchte die Einführung einer wöchentlichen statt täglichen Höchstarbeitszeit beim Gesetzgeber erreichen. Dann könnte ein Arbeitstag bei Bedarf auch mal 16 Stunden dauern. Das ist zuviel, sagt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Solche Arbeitsbedingungen machen den Beruf unattraktiv. Schon jetzt fehlen die Kräfte überall.

Doch die Dehoga kontert: Flexiblere Arbeitszeitbestimmungen sind wichtig für die Betriebe, aber auch für Gäste und Mitarbeiter. Ihr Vorschlag: Vier Tage arbeiten, egal wieviel, und danach drei Tage frei. So kann die Mutter nach ihrem Bürojob noch bis nachts kellern, um sich etwas dazuzuverdienen – was aktuell durch das Arbeitszeitgesetz verhindert wird und wenn die Hochzeitsfeier länger geht als gedacht, muss auch kein Bußgeld riskiert oder die Feier abgebrochen werden.