© Peter Kneffel

Charlotte Knobloch mit Bayerischer Justizmedaille geehrt

München (dpa/lby) – Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch (85), ist für ihren Einsatz gegen Antisemitismus und Hass mit der Medaille für Verdienste um die Bayerische Justiz geehrt worden. Knobloch unterstütze seit Jahren die Aufarbeitung des nationalsozialistischen Unrechts, sagte Justizminister Winfried Bausback (CSU) bei der Preisverleihung am Donnerstag in München. Sie habe die Erinnerungskultur in der Justiz entscheidend mitgeprägt. «Nur so können wir das individuelle Leid der betroffenen Menschen für künftige Generationen sichtbar machen, damit so etwas nie wieder geschehen kann.»

Knobloch überlebte den Holocaust, weil ihr Vater sie auf einem Bauernhof in Mittelfranken versteckte. Sie ist unter anderem Trägerin des Bayerischen Verdienstordens und Ehrenbürgerin Münchens. Von 2006 bis 2010 war sie Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.