© Peter Kneffel

«Bild»: Münchner CSU fordert Neuanfang ohne Seehofer

Berlin/München (dpa/lby) – Mehrere Vertreter aus der Münchner CSU fordern personelle Konsequenzen an der Parteispitze. Bei einem nicht offiziellen Treffen einzelner Vertreter der insgesamt neun CSU-Kreisverbände in München sprachen sich diese nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung (Donnerstag) für einen «personellen Neuanfang» an der Spitze von Partei und Staatsregierung aus. «Sonst verlieren wir nächstes Jahr mit der Landtagswahl in Bayern auch die dritte Wahl», zitierte die Zeitung aus den Teilnehmerkreisen.

Die Mitglieder der Kreisverbände geben CSU-Chef Horst Seehofer sowie der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Schuld an der jüngsten Wahlschlappe in Bayern. Dort fiel die CSU bei der Bundestagswahl im September um mehr als zehn Punkte auf 38,8 Prozent.

An dem Treffen nahmen aber nicht Vertreter aller neun Kreisverbände teil, unter anderem war auch der Vorsitzende des 9. Kreisverbandes München-Ost, Vize-Generalsekretär Markus Blume, nicht anwesend. Blume steht weiterhin loyal hinter Seehofer. Am kommenden Montag will sich der Bezirksvorstand der Münchner CSU zur offiziellen Sitzung treffen. Dabei dürfte es dann erneut um die internen Querelen gehen.