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Bayern will bundeseinheitliche Strategie für globalen Handel

München/Berlin (dpa/lby) – Als Reaktion auf die wachsenden Risiken im internationalen Handel fordert Bayerns neuer Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer eine gemeinsame Strategie von Bund und Ländern. «Die Gefährdung des freien Handels und die Auswirkungen des Brexits gehen Deutschland als Ganzes an. Ich halte es für zwingend erforderlich, eine gemeinsame Position der Länder und des Bundes zu erarbeiten und Reaktionen abzustimmen», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Pschierer kündigte an, die außenwirtschaftliche Risiken und globale Herausforderungen auf der Konferenz der Wirtschaftsminister im Mai in Berlin auf die Agenda setzen zu wollen.

«Angesichts der Rhetorik und Aktivitäten des US-Präsidenten (Donald Trump) ist es auch wichtig, dass von einer solchen Konferenz ein Signal für den freien Handel ausgeht. Wir haben zuletzt und viel zu reflexartig über Gegenmaßnahmen diskutiert», betonte Pschierer, der das Amt erst vor wenigen Tagen von Ilse Aigner (CSU) übernommen hat. Es sei wichtig, dass Deutschland als eine der wichtigsten Wirtschaftsnationen den freien Welthandel hochhalte. Auch das gescheiterte Freihandelsabkommen TTIP mit den USA dürfe nicht vorschnell für tot erklärt werden, die Gespräche mit den USA müssten wieder aufgenommen werden. «In jedem Fall dürfen wir die Debatte über Handelsfragen nicht Donald Trump überlassen.»