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Apple 1 ist reif für die Museumsinsel

München/Euskirchen (dpa/lnw) – Das Deutsche Museum in München bekommt als Dauerleihgabe von einem Software-Entwickler aus Euskirchen einen der ersten PCs der Welt. Der Apple 1 sei ab Dezember in der Ausstellung Mikroelektronik zu sehen, teilte das Museum am Dienstag mit. Der Rechner, der 1976 eine Revolution war, funktioniere sogar noch.

Als Bausatz ohne Gehäuse habe der Rechner damals im Laden 666,66 US-Dollar gekostet, hieß es. Heute zahlten Sammler oder Museen bis zu 900 000 US-Dollar dafür. 200 Exemplare des Rechners wurden damals produziert. Das Modell fürs Deutsche Museum gehöre zu den ersten – habe die Seriennummer 22. Weltweit gibt es den Angaben zufolge noch knapp 70 Rechner, nur eine Handvoll funktioniert noch.

Das Deutsche Museum habe schon einen der ersten Macintosh-Rechner, sagte Generaldirektor Wolfgang Heckl. «Und jetzt wird unsere großartige Computersammlung um ein weiteres, wichtiges Stück ergänzt.»

Der Rechner gehört dem Software-Entwickler Achim Baqué aus Euskirchen, der historische Computer sammelt. «Bisher lag der Rechner in einem Banksafe in Köln – jetzt können ihn Technikbegeisterte in Augenschein nehmen. Ich wollte, dass er für die Öffentlichkeit sichtbar ist», sagte Baqué laut Mitteilung. Er habe ihn 2015 von dem Amerikaner Bob Luther gekauft, der seinen Rechner damals von einem Apple-Mitarbeiter der ersten Stunde bekommen hatte – und über seinen Apple sogar ein Buch schrieb.