Adelt zur Strabs: Endlich abgeschafft, aber zu kurz gedacht

Die Strabs wird abgeschafft – mit dieser Entscheidung hat die CSU-Landtagsfraktion gestern viele Hauseigentümer und Wohnungsbesitzer in Bayern glücklich gemacht. Schon seit langem fordern viele im Freistaat die Abschaffung der Straßenausbausatzung. Rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 müssen sich Bürger nicht mehr finanziell am Ausbau der Straße vor ihrer Haustür beteiligen. Auch der Hofer SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt begrüßt die Entscheidung, übt aber gleichzeitig Kritik. Die Abschaffung sei gerecht gegenüber allen Hausbesitzern und deshalb schon lange überfällig gewesen, so Adelt. Allerdings sind die neuen Leidtragenden nun die Kommunen. Die Landesregierung will zwar 65 Millionen Euro pro Jahr als Ausgleich für den Straßenausbau bereitstellen, laut Adelt sei das aber bei weitem nicht genug. Er fordert deutlich höhere Zuschüsse und mehr Unterstützung vor allem für klamme Kommunen. Außerdem könne es nicht sein, dass zwei Nachbarn, die ihre Rechnungen beispielsweise im November 2017 und im Februar 2018 bekommen haben, nicht beide ihr Geld zurückbekommen.