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1. FC Nürnberg macht ein Minus von 1,9 Millionen Euro

Nürnberg (dpa/lby) – Der 1. FC Nürnberg bleibt finanziell in einer schwierigen Lage. Der «Club» hat die vergangene Saison in der 2. Fußball-Bundesliga erneut mit einem Defizit von 1,9 Millionen Euro nach Steuern beendet. Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag am 30. Juni erhöhten sich um 3,1 Millionen Euro auf 20,8 Millionen Euro, wie der Verein am Sonntag zur Jahreshauptversammlung bekanntgab.

Der Umsatz ging in der vergangenen Spielzeit auf 36,7 Millionen Euro zurück. Der kaufmännische Finanzvorstand Michael Meeske sprach von einer weiterhin herausfordernden Situation für den FCN. «Wir haben einen positiven Trend und kommen mit vielen kleinen Schritten voran. Aber der große Befreiungsschlag ist ausgeblieben», sagte Meeske.

Einmal mehr wird deutlich, dass die Gesundung des Vereins in der 2. Liga kaum zu bewerkstelligen sein wird. Nur ein Aufstieg in die Bundesliga und damit verbunden deutlich höhere Erlöse könnten die finanzielle Lage rasch verbessern. Nach dem 9. Spieltag belegt der «Club» den aussichtsreichen fünften Platz in der Tabelle. Der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz beträgt drei Punkte.

Die etwa 900 Stimmberechtigten auf der Jahreshauptversammlung wählten am Sonntagnachmittag Stefan Müller (748 Stimmen), Thomas Grethlein (705) und Günther Koch (482) in den Aufsichtsrat. Das Trio gehört dem Kontrollgremium nun bis zur Mitgliederversammlung in drei Jahren an.